Am 10.02.2013 fand in der Berliner Stadtmission in der Lehrter Straße eine öffentliche Informationsveranstaltung zur städtebaulichen Entwicklung des Mittelbereiches Lehrter Straße Ostseite statt. Die Groth-Gruppe stellte ihre aktuellen Planungen vor

„Leben wie am Centralpark New York“ – so möchten die Groth-Gruppe [1] und das Bezirksamt Mitte das Neubauvorhaben „Mittelbereich Lehrter Straße Ostseite“ den Anwohnern schmackhaft machen.

Rund 200 interessierte Menschen verfolgten die Informationsveranstaltung und erfuhren Planänderungen, aber auch weitere Details:

  • Die geplante Baudichte von 60.000 m2 wurde auf 80.000 m2 mit 600 Wohneinheiten erhöht.
  • Es ist eine Bebauung mit Gebäuden von 6 bis 8 sowie mit einem Gebäude mit 18 Geschossen geplant.
  • Die Hälfte der Wohnungen kann für 3.500 € / m2 erworben werden.
  • Die bebaute Fläche wird von der Groth-Gruppe mit 40% 2-Zimmer-, 40 % 3-Zimmer- und 20 % 4 bis 5-Zimmer-Wohnungen für einen Mietpreis von 8,50 € bis 11,50 € pro m2 angegeben.
  • Es soll in den Häusern keine Mischung von Eigentum und Mietwohnungen geben.

Auf die Frage von Susanne Torka (Mitglied des Moabiter Ratschlags, Mitglied im Betroffenenrat Lehrter Straße)[2] hin, ob durch den Verkauf von 50% der Wohnungen ein soziales Programm direkt vom Investor aufgelegt werden könnte, gab es keine befriedigende Antwort. Statt dessen gab es einen Hinweis, dass gerade geprüft werde, mit öffentlichen Mitteln günstigeren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Dieser günstigere Wohnraum läge bei einem voraussichtlichen Preis von 6,50 € pro m2 . Zu der Anzahl und der dann angebotenen Wohnungsgröße gab es keine Auskunft.

In der Mitte der Fläche wird um einen Stadtplatz ein Gebäude mit 18 Geschossen geplant. Hier wird geplant, Betreutes Wohnen und Wohnraum für Studenten zu schaffen. Über die zukünftigen Mieter dieses Gebäudes wurde jedoch noch keine endgültige Entscheidung getroffen!

Ein wichtiges Thema für die Anwohner war auch die Anlieferung der Baustoffe über die vielbefahrene Lehrter Straße. Eine Baustraße direkt am Bahndamm wurde gefordert. Dies wurde von den Planern mit der Begründung, dass die Anlieferung in Berlin immer über öffentliche Straßen erfolge, ausgeschlossen.
Zum aktuellen Stand der Freiraumplanung am Bahndamm, innerhalb der Anlage und die Lärmschutzmaßnahmen konnte keine Auskunft gegeben werden, da das zuständige Planungsbüro Sinai[3] nicht anwesend war.

Der bisher bekannte Entwurf wurde von den Anwesenden zur Kenntnis genommen. Es ist abzuwarten wie der Entwurf im Bebauungsplan, der voraussichtlich Anfang Juli 2014 öffentlich ausgelegt wird, integriert ist.

Der „Betroffenenrat Lehrter Straße“ hat einen Forderungskatalog mit acht Forderungen [4] aufgestellt. Unter anderem sind enthalten:

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